One Tap. Next Tip.

Rules übernehmen jetzt noch mehr Arbeit

Nach meinem Urlaub geht es mit neuen Funktionen im Callers Caddy weiter. Dieses Mal stehen die Rules im Mittelpunkt. Sie können jetzt den passenden Sequenztyp auswählen, einen Song laden und über das Virtual Stream Deck ausschließlich manuell gestartet werden.

Damit lassen sich Abläufe vorbereiten, die im Caller-Alltag immer wieder vorkommen. Statt vor jedem Tip mehrere Einstellungen einzeln vorzunehmen, genügt eine Rule – oder ein Knopfdruck auf dem Virtual Stream Deck.

Passende Sequenzen für Patter und Singing Calls

Beim Wechsel zwischen Patter und Singing Call brauche ich normalerweise unterschiedliche Arten von Sequenzen. Für einen Patter interessieren mich zum Beispiel Module und Get-outs. Bei einem Singing Call möchte ich dagegen direkt die passenden Singing-Call-Figuren sehen.

Mit der neuen Aktion „Set Sequence Type“ kann eine Rule den Typ-Filter im Sequenzen-Fenster automatisch umschalten.

Dazu öffnest du die gewünschte Rule und fügst in der Gruppe „Sequence View“ die Aktion „Set Sequence Type“ hinzu. Anschließend wählst du den Sequenztyp aus, der beim Auslösen der Rule angezeigt werden soll. Die Auswahl enthält nur Typen, die tatsächlich in deiner Datenbank vorhanden sind.

Du kannst die Aktion zum Beispiel in eine Rule einbauen, die beim Start eines Patters ausgeführt wird. Sie stellt den Filter auf „Modules“ oder „Get-outs“. Eine andere Rule wählt beim Singing Call die Singing-Call-Figuren aus. Das Sequenzen-Fenster zeigt dadurch automatisch das Material, das du in diesem Moment wahrscheinlich brauchst.

Wurde ein Sequenztyp später gelöscht oder umbenannt, verändert Callers Caddy den aktuellen Filter nicht. Stattdessen erscheint ein kurzer Hinweis in der Statuszeile. Eine alte Rule kann dir dadurch nicht unbemerkt eine falsche Ansicht einstellen.

Den nächsten Song per Knopfdruck auswählen

Die neue Aktion „Load Song“ ist besonders für Caller gedacht, die nicht schon vor Beginn den kompletten Abend planen möchten. Statt alle Patter und Singing Calls vorher in eine Playlist zu legen, kannst du den nächsten Song spontan per Knopfdruck auswählen lassen.

Dafür richtest du im Virtual Stream Deck zum Beispiel zwei Buttons ein: einen Button „P“ für Patter und einen Button „S“ für Singing Calls. Hinter jedem Button liegt eine eigene Rule mit der passenden „Load Song“-Aktion.

In der Patter-Rule stellst du als Songtyp „Patter“ ein. In der Singing-Rule wählst du „Singing“. Als Sortierung eignet sich dafür besonders „Balanced Roulette“, also der gewichtete Zufall.

Beim gewichteten Zufall wählt Callers Caddy aus allen passenden Songs aus. Dabei wird jedoch der Score jedes Songs berücksichtigt. Besser bewertete Songs werden mit höherer Wahrscheinlichkeit ausgewählt, ohne dass immer nur der Song mit dem besten Score geladen wird. So bleibt die Auswahl abwechslungsreich, während gute und zur Situation passende Songs häufiger zum Zug kommen.

Wenn du den P-Button drückst, lädt Callers Caddy ein Patter startbereit in den Player. Mit dem S-Button wird entsprechend ein Singing Call ausgewählt. Der Song startet noch nicht automatisch. Du kannst den Vorschlag also kurz prüfen und selbst entscheiden, wann du ihn abspielst. Passt der Song gerade nicht, drückst du den Button einfach noch einmal und bekommst eine neue Auswahl.

Neben Balanced Roulette stehen auch die anderen Sortierungen der Songliste zur Verfügung: Empfehlung, Zufall, Qualität, Zuletzt gespielt, Alphabetisch und Hinzugefügt. „Empfehlung“ lädt immer den Song mit der aktuell besten Bewertung. Für die spontane Gestaltung eines Abends bietet der gewichtete Zufall aber meist die bessere Mischung aus Qualität und Abwechslung.

Beim automatischen Laden eines Singing Calls erscheint kein Dialog zum Übernehmen von Sync-Punkten. Dieser Dialog bleibt der manuellen Songauswahl vorbehalten. Eine Rule kann dadurch nicht auf eine Eingabe warten, während der Dialog möglicherweise hinter einem anderen Fenster verborgen ist. Gerade im Live-Betrieb läuft das Laden damit zuverlässig durch.

Eigene Knöpfe ohne künstlichen Auslöser

Damit die beiden Song-Buttons funktionieren, gibt es den neuen Trigger „Virtual Stream Deck (manual only)“. Er steht ganz oben in der Trigger-Auswahl.

Eine Rule mit diesem Trigger reagiert nicht automatisch auf einen Songwechsel, den Transportstatus oder ein anderes Ereignis. Sie wird ausschließlich über das Virtual Stream Deck oder einen anderen manuellen Aufruf gestartet.

Für den Patter-Button erstellst du also eine Rule mit dem Trigger „Virtual Stream Deck (manual only)“ und der Aktion „Load Song“. Als Songtyp wählst du Patter und als Sortierung Balanced Roulette. Für den Singing-Button legst du eine zweite Rule mit denselben Einstellungen an, wählst dort aber Singing als Songtyp.

Die Rules können noch weitere Aktionen enthalten. Der P-Button kann zum Beispiel gleichzeitig den Sequenzfilter auf Module oder Get-outs stellen. Der S-Button lädt einen Singing Call und zeigt direkt die Singing-Call-Figuren an. So bereitet ein einziger Knopfdruck sowohl die Musik als auch die passende Sequenzansicht vor.

Rules ohne eigenes Icon sind auf dem Virtual Stream Deck ebenfalls besser erkennbar. Der Button zeigt weiterhin den Anfangsbuchstaben des Rule-Namens. Dieser Buchstabe füllt die Kachel jetzt ähnlich wie ein Icon und wächst mit, wenn du die Größe des Decks veränderst. Gerade bei einfachen P- und S-Buttons bleibt die Beschriftung dadurch gut sichtbar.

Für Nerds

„Load Song“ verwendet keine vereinfachte oder separate Auswahl. Die Aktion greift auf dieselbe Bewertung und dieselben Sortierungen zurück wie die sichtbare Songliste.

Bei Balanced Roulette wird die Auswahl bei jedem Auslösen neu berechnet. Jeder passende Song kann ausgewählt werden, seine Wahrscheinlichkeit hängt jedoch von seinem Score ab. Ein Song mit einer guten Bewertung hat deshalb bessere Chancen als ein schwächer bewerteter Titel. Trotzdem bleibt das Ergebnis zufällig.

„Set Sequence Type“ verwendet wiederum die Typen aus der aktuellen Datenbank, statt eine fest eingebaute Liste anzubieten.

Die neuen Aktionen verbinden damit mehrere bestehende Funktionen des Callers Caddy. Wer seinen Abend gern im Voraus plant, kann sie in automatische Abläufe einbauen. Wer lieber spontan entscheidet, legt sich Patter und Singing Call als eigene Buttons auf das Virtual Stream Deck.

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