Wer viele neue Lieder in seine Sammlung aufnimmt, kennt das Problem: Das manuelle Setzen von Loopmarken kostet Zeit. Viel Zeit.
Genau hier setzt der neue Loop Finder im Callers Caddy an. Er soll nicht dein Ohr ersetzen. Aber er soll dir die Vorarbeit abnehmen, damit du als Caller deutlich weniger selbst suchen musst.
Im Artikel über Beat-Snap ging es schon darum, wie man vorhandene Loopmarken sauber auf den Takt zieht. Der neue Loop Finder setzt noch früher an: Er hilft dir schon dabei, überhaupt passende Stellen im Lied zu finden.
Der Standard ist dabei bewusst auf einen sehr typischen Fall im Singing Call ausgelegt:
den Sprung vom Ende der 3. Sequenz zum Anfang der 1. Sequenz.
Warum genau dort?
Weil zwischen diesen beiden Stellen praktisch immer ein sehr stabiles Muster liegt. In der Regel sind das 256 Beats Abstand. Dadurch kann der Suchbereich stark eingegrenzt werden. Der Loop Finder muss also nicht im ganzen Lied raten, sondern kann viel gezielter nach sinnvollen Kandidaten suchen.
Das spart Aufwand. Und es erhöht die Chance, dass die Vorschläge direkt brauchbar sind.
Ein weiterer Vorteil: Ein möglicher Key Change im Ending stört hier noch nicht. Auch das macht diesen Ansatz für Singing Calls sehr robust.

So benutzt du den Loop Finder
Die Bedienung ist bewusst einfach gehalten:
1. Definiere die beiden Suchfenster
Lege fest, in welchem Bereich der Loop Finder nach Loop-In und Loop-Out suchen soll. Standardmäßig sind die Bereiche bereits so voreingestellt, dass du bei Singing Calls sehr oft gute Marken findest.
2. Wähle die Größe des Vergleichsfeldes
Du kannst festlegen, wie groß die verglichenen Abschnitte sein sollen: 4, 8, 16, 32 oder 64 Beats.
Zur Orientierung: 64 Beats entsprechen genau einer Singing-Call-Sequenz.
3. Starte die Analyse
Jetzt prüft der Loop Finder innerhalb der beiden Suchbereiche, welche Abschnitte sich besonders gut füreinander eignen.
4. Höre rein und entscheide
Mit einem Doppelklick kannst du dir jeden vorgeschlagenen Sprung direkt anhören. Danach entscheidest du selbst, welcher Vorschlag für dein Lied am besten funktioniert.
Was bedeuten die Werte in der Tabelle?
Damit du die Vorschläge besser einschätzen kannst, zeigt dir der Loop Finder mehrere Werte an:
Score: Dieses Feld zeigt, wie ähnlich sich die gefundenen Abschnitte sind. 100 würde bedeuten: völlig identisch.
Loop-In: Die Zeitposition für den Anfang des Loops.
Loop-Out: Die Zeitposition für das Ende des Loops.
Beat: Hier siehst du, auf welchem der 8 Beats der jeweilige Abschnitt beginnt.
Beats: Das ist die Anzahl der Beats in der kompletten Schleife. Bei Singing Calls, die du als Pattern nutzen möchtest, ist idealerweise 256 zu sehen — also 64 × 4.
Weniger Sucherei, mehr brauchbare Vorschläge
Für dich als Caller heißt das vor allem:
weniger manuelles Herumprobieren, weniger Verschieben auf Verdacht und schneller ein brauchbarer Ausgangspunkt für deinen Loop.
Natürlich bleibt Feinarbeit weiterhin möglich und manchmal auch nötig.
Aber je besser das System vorarbeitet, desto weniger Zeit musst du in jeden einzelnen Pattern investieren.
Und genau dafür ist der Loop Finder da.
Was ist mit Pattern und alternativen Musikstücken?
Der Loop Finder ist nicht nur für klassische Singing Calls interessant.
Natürlich hilft er dir auch bei Pattern und anderen alternativen Musikstücken.
Der Unterschied ist nur:
Hier solltest du in der Regel mit größeren Vergleichsfenstern arbeiten.
Während bei Singing Calls die Struktur oft sehr klar und vorhersehbar ist, können Pattern und andere Musikstücke etwas freier aufgebaut sein. Größere Fenster helfen dem Loop Finder dabei, nicht nur sehr kurze Momente zu vergleichen, sondern musikalisch etwas mehr Zusammenhang zu erfassen.
Das macht die Vorschläge oft robuster.
Die Grundidee bleibt aber gleich:
Der Loop Finder nimmt dir die aufwendige Vorarbeit ab, zeigt dir passende Kandidaten und du hörst anschließend selbst, welcher Sprung sich wirklich gut anfühlt.
Wenn du magst, kannst du diesen Abschnitt direkt vor das Fazit setzen, weil er thematisch wie eine typische Anschlussfrage wirkt.